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- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 29. Januar 2012 10:38
Mit dem Gedanken gespielt, ein Fernstudium zu beginnen habe ich bereits vor einiger Zeit, doch konkret ins Auge gefasst habe ich das Projekt erst Anfang 2007. Doch bereits die Such nach der richtigen Studienrichtung erwies sich als gar nicht so einfach. Klar war, dass es ein wirtschaftliches Studium sein sollte und das der Schwerpunkt bei Logistik liegen sollte. Zudem wollte ich die Option haben, vom Fernstudium ins Präsenzsstudium wechseln zu können.
Nach einigen Exoten, wie der FH Wien, die einen reinen "Transportwesen und Logistik" Studiengang angeboten hatte, stand für mich der Klassiker Betriebswirtschaftslehre fest. Nach einem Informationsgespräch mit der FH Ingolstadt habe ich mich dann für den Bachelor entschieden, da die FH Ingolstadt bereits keine neuen Diplomstudiengänge mehr anbietet.
Beginnen wollte ich mein Studium aber auf jeden Fall mit einem Fernstudium.
Also stand ich nun vor der Herausforderung, den richtigen Anbieter für mich zu finden. Folgende Möglichkeiten kamen für mich in die engere Wahl:
AKAD Die Privat Hochschulen
Hamburger Fern Hochschule
Europäische Fernhochschule
Zahlreiche andere Anbieter konnte ich recht schnell aussortieren, da sie entweder meinen Wunschstudiengang nicht anboten, keine staatlich Anerkennung hatten oder zu teuer waren.
Ein weiterer wichtiger Punkt für die Auswahl stellte für mich die Kommunikation mit dem Bildungsträger dar. Bei einigen Anbietern erhielt ich auf meine Bitte um ein persönliches Beratungsgespräch lediglich einen Immatrikulationsantrag (Teilweise sogar ohne Studienführer) zugesandt. Auf Information der Interessenten wurde kein Wert gelegt. Einzig der Vertragsabschluss stand im Mittelpunkt der Korrespondenz. (siehe BWL 104, Kapitel 1.2 "Verkaufsorientierung"). Bei anderen ließen die Reaktionen lange auf sich warten. Auch diese Anbieter haben sich damit aus meiner Auswahl verabschiedet, da gerade bei einem Fernstudium die Kommunikation und Hilfestellung durch den Bildungsträger ein entscheidender Faktor ist.
Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch die AKAD und die Hamburger Fern Hochschule im Rennen, denen ich auch beiden einen Besuch abstattete.
Der erste Eindruck der Hamburger Fern Hochschule war allerdings etwas merkwürdig, da ich die alte Adresse des Studienzentrums zugesandt bekommen habe und somit erstmal vor einem verwaisten Bürokomplex stand. Nach telefonischer Nachfrage wurde ich dann aber auf den richtigen Weg gebracht. Die Beratung dort war sehr gut, der Eindruck der Lehreinrichtung auch tadellos. Ich konnte auch mit einigen Studenten sprechen, die durchaus begeistert von ihrer FH waren. Was sie negativ bemerkten war, dass manchmal Termine ausfallen, ohne das jeder Student einzeln informiert wird. Die Information wird lediglich im Onlineportal bekannt gegeben. Das finde ich als nicht zeitgemäß, da eine e-Mail an alle Betroffenen Studenten keinen großen Aufwand für den Bildungsträger, aber eine enorme Erleichterung für den Kunden darstellt. Negativ aufgefallen ist mir zudem die etwas zu zentrale Lage des Studienzentrums, die mir einen Tiefgaragenaufenthalt von 1,5 Stunden für den Schnäppchenpreis von 9,50 € bescherte. Ein weiterer Minuspunkt ist die Tatsache, dass ein Einstieg ins Studium nicht jederzeit möglich ist.
Beratung und Atmosphäre bei der AKAD sind auf dem gleichen Niveau, wie auf der Hamburger Fern Hochschule. Bei keinem der Anbieter hatte ich das Gefühl, zum Studium überredet zu werden. Es wurde sachlich auf die hohe Abbrecherquote hingewiesen und das hohe Stundenpensum betont. Das Onlineportal der AKAD machte auf den ersten Blick einen umfangreicheren Eindruck, erweist sich jedoch bei näherer Betrachtung als durchaus noch ausbaufähig. Große Pluspunkte sammelte die AKAD mit der Möglichkeit, das Studium zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu beginnen und individueller zu gestalten. Man hat eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten, was die Termine für Klausuren und Seminare hat.Ein kleiner Wermutstropfen war der erste Besuch , der ebenfalls etwas kostspielig ausfiel, da auch dieses Studienzentrum mitten in München liegt, und das Parkhaus, das direkt im Haus ist einen ähnlichen Stundensatz verlangt. Da jedoch der Hauptbahnhof nur wenige Gehminuten entfernt liegt ist hier die Bahn eine echte Alternative. Wer also kein Problem mit stundenlangem stehen in überfüllten Zügen hat, kann trotz der Preispolitik der Bahn etwas Geld sparen, da ja bereits das Parken mit bis zu 20 € zu Buche schlagen kann, wenn man keinen der günstigeren Parkplätze erwischt und einen Seminar und Klausur Marathon besucht.
Also habe ich mich schließlich für die AKAD entschieden und bin fortan seit dem 08.12.07 an der AKAD-Fachhochschule Stuttgart immatrikuliert.
Im September 2011 habe ich dann mein Studium als Bachelor of Arts erfolgreich abgeschlossen. Sicherlich gab es während des Studiums dann einige Kritikpunkte, wie die Preisgestaltung für „Sonderleistungen“ lange Schwierigkeiten mit der VH und teilweise längeren Wartezeiten auf Antworten im Forum. Alles in Allem kann ich die AKAD aber durchaus weiterempfehlen. Die Professoren sind meist erstklassig und auch die Unterstützung durch Mitarbeiter, beispielsweise es Prüfungsamtes war überwiegend sehr gut. Im Freundeskreis habe ich weitaus schlechtere Erfahrungen mit anderen Anbietern mitbekommen, die auch nicht wirklich günstiger sind.